Veranstaltungen

Vortrag von Dr. Moritz Fischer, RWTH Aachen
Dauer: ca. 2 Std. | kostenfrei | keine Anmeldung erforderlichDie Themen Zwangssterilisation und »Euthanasie« im Nationalsozialismus fanden in Landshut lange Zeit kaum Beachtung – und das, obwohl etwa 118 Menschen aus Stadt- und Landkreis von den Nationalsozialisten ermordet und 439 Menschen auf Anweisung des Erbgesundheitsgerichts Landshut zwangssterilisiert wurden. Der Historiker Moritz Fischer erklärt in seinem Vortrag die Hintergründe, die zur nationalsozialistischen Sterilisationspolitik und zur »Vernichtung lebensunwerten Lebens« führten. Er beschreibt die Tätigkeit des Landshuter Erbgesundheitsgerichts, der niederbayerischen Gesundheitsbehörden und schildert das Schicksal der Opfer von »Euthanasie« und Zwangssterilisation.

Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Fritz Koenig. Kultbild. Aus Werk und Sammlung" in der Zisterzienserinnen-Abtei Seligenthal
Sa, 05.10.24, 15:00 - 16:00 Uhr
2013 richtete Fritz Koenig persönlich in der Abtei Seligenthal eine Ausstellung ein, die eindrucksvoll dokumentiert, wie eng Schaffen und Sammeln in seiner Biographie verwoben sind. Der Bildhauer war als Künstler, Sammler und Mensch tief in der altbayerischen Glaubenswelt verankert. Seit den Anfängen seines bildnerischen Schaffens in den späten vierziger Jahren schuf er eine Fülle an sakralen Werken in offiziellem Auftrag oder aus eigenem Impetus heraus.
mit Ute Fischer-Gardner
Treffpunkt: Hauptpforte der Zisterzienserinnen-Abtei Seligenthal, Bismarckplatz 14, 84034 Landshut
Kosten: 5 Euro p.P. (Mitglieder des Freundeskreises Stadtmuseum Landshut gegen Vorlage des Mitgliedsausweises frei)
Um Anmeldung wird gebeten bis 2 Werktage vor der Veranstaltung per E-Mail an koenigmuseum-info(at)landshut.de
Weitere Infos unter Telefon 08 71 / 8 90 21
Dauer: ca. 1,5 Std. | Kosten: 10 € pro Person
Anmeldung erforderlich über die Tourist-Info im Rathaus Tel. 0871 922 05 0
Öffentliche Führung zur Ausstellung »Lebensstationen« anlässlich 100 Jahre Fritz Koenig
mit Noemi Frattini
Mi, 09.10.24, 17:00 - 18:00 Uhr
Die erste biografische Ausstellung zum Leben und zu den Hauptwerken des Künstlers seit Gründung des KOENIGmuseum 1998 widmet sich dem Gesamtschaffen von Fritz Koenig (1924-2017).
Dauer: ca. 1 Stunde
Ort: KOENIGmuseum, Am Prantlgarten 1, 84028 Landshut
Kosten: 4 Euro p.P. (Mitglieder des Freundeskreises Stadtmuseum Landshut gegen Vorlage des Mitgliedsausweises frei)
Um Anmeldung wird gebeten bis 2 Werktage vor der Veranstaltung per E-Mail an koenigmuseum-info(at)landshut.de
Weitere Infos unter Telefon 08 71 / 8 90 21.
Ort: Kinoptikum
D 2018, Regie: Thomas Muggenthaler; im Anschluss: Gespräch mit dem Autor
Dauer: ca. 1,5 Std. | Eintritt: 7 € pro PersonDer Film erzählt die einzigartige Geschichte eines KZ-Transports in den letzten Kriegstagen im Frühjahr 1945 vom KZ-Außenlager Leitmeritz, dem größten Außenlager des KZ Flossenbürg, in Richtung des KZ Mauthausen, dem größten deutschen Konzentrationslager der Nationalsozialisten auf dem Gebiet Österreichs.
Unter deutscher Besatzung verlief die Route für den Transport durch das damalige Protektorat Böhmen und Mähren. Doch die tschechische Bevölkerung unternimmt alles, um so viele Menschen wie möglich aus dem Todestransport zu befreien. Einzigartig ist das Filmmaterial, mit dem die Tschechen damals das Geschehen dokumentiert haben.
Fotomontage: Peter LitvaiTalk in der Großen Rathausgalerie (Eingang Grasgasse) mit
Viola Bittl - Künstlerin und ehemalige Studentin von Sean Scully, Frankfurt am Main
Dr. Matthias Frehner - Ehemaliger Direktor des Kunstmuseums Bern und Kurator einer Scully-Retrospektive
Dr. Brigitte Reutner-Doneus - Kuratorin des Lentos Kunstmuseum Linz und Kuratorin einer Scully-Retrospektive
Walter Storms - Scully-Galerist, München
Daniel J. Schreiber - Leiter der Museen der Stadt Landshut
Moderation: Roland Biswurm - Freier Kulturjournalist
Architekturführung »Ein Blick hinter die Kulissen des KOENIGmuseums«
mit Architektin Sieglinde BramsSa, 12.10.24, 15:00 - 16:00 Uhr
Das KOENIGmuseum liegt unterirdisch im Hofberg, im wahrsten Sinne verborgen. Der ambivalente Wunsch nach Zeigen und Bergen wird bei diesem Bauwerk auf ausgezeichnete Weise umgesetzt. So selbstverständlich das Museum heute fester Bestandteil Landshuts ist und sich völlig in die Topographie der gotischen Stadt sowie des Hofberges einfügt, so sehr stellte es im Vorfeld den Bauherrn vor vielfältige Herausforderungen. Bei dieser Führung werfen wir einen Blick hinter die Kulissen.
Ort: KOENIGmuseum, Am Prantlgarten 1, 84028 Landshut
Kosten: 4 Euro p.P. (Mitglieder des Freundeskreises Stadtmuseum Landshut gegen Vorlage des Mitgliedsausweises frei)
Um Anmeldung wird gebeten bis 2 Werktage vor der Veranstaltung per E-Mail an koenigmuseum-info(at)landshut.de
Weitere Infos unter Telefon 08 71 / 8 90 21
Foto: Harry Zderafür Kinder ab 3 Jahren
Ort: KASiMiRmuseum
Kasimir und Rosa sind befreundet und verbringen ihre Zeit gerne an einem Weiher. Rosas größter Schatz ist eine Muschel, die sie dort gefunden hat. Kasimir verliert diese jedoch durch ein unglückliches
Missgeschick. Da taucht plötzlich ein Fisch auf, der dem verzweifelten Jungen helfen will.
Es beginnt eine Reise durch eine zauberhafte Unterwasserwelt voller Überraschungen und Abenteuer bei der Kasimir nicht nur auf freundliche Zeitgenossen stößt. Wird es ihm mit Hilfe des Fisches und der Unterstützung der Kinder gelingen, die geheimnisvolle Muschel wieder zu bekommen?»Kasimir und die Zaubermuschel« ist eine magische Geschichte über Mut, Freundschaft und Zusammenhalt.
Preis: 5 € pro Person
Ort: KASiMiRmuseum
Begrenzte Teilnehmerzahl – um Anmeldung wird gebeten unter Telefon 08 71 / 9 22 38 90 oder E-Mail museen(at)landshut.de

Veranstaltung entfällt krankheitsbedingt! Ersatztermin wird bekannt gegeben.
Ort: Salzstadel
Lesung von und mit Melissa Müller
Dauer: ca. 2 Std. | Kosten: 4 € pro PersonAlice Herz-Sommers 110-jährigen Lebensweg (1903-2014) kreuzten so bedeutende Persönlichkeiten wie Franz Kafka, Franz Werfel, Max Brod oder Leo Baeck. Als Jüdin wurde die Prager Pianistin von den Nationalsozialisten verfolgt und im KZ Theresienstadt inhaftiert. Dort gab sie mehr als 100 Konzerte. „Die Musik hat meine Seele gerettet“, sagte sie später.
Melissa Müller liest aus ihrer Biografie „Alice Herz-Sommer – ein Jahrhundertleben“. Zudem sind Originalaufnahmen von Alice Herz-Sommers Klavierspiel zu hören sowie Ausschnitte aus einem Dokumentarfilm über ihr Leben zu sehen.
Melissa Müller ist eine international bekannte Autorin zeitgeschichtlicher Sachbücher. Ihre Bücher „Das Mädchen Anne Frank. Die Biographie“ und „Bis zur letzten Stunde. Hitlers Sekretärin erzählt ihr Leben“ sowie „Alice Herz-Sommer – ein Jahrhundertleben“ sind Bestseller, wurden in mehr als 20 Sprachen übersetzt und erfolgreich verfilmt. Zuletzt veröffentlichte sie zusammen mit Hermann Görings Großnichte „Der gute Onkel. Mein verdammtes deutsches Erbe“. Sie lebt in München.

Kreativ-Workshop "Dein Spiel des Lebens" für Kinder von 7 bis 13 Jahren
Do, 17.10.24, 15:00-16:30 Uhr
Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft: In der Ausstellung „Lebensstationen“ folgen wir den Spuren des Landshuter Bildhauers Fritz Koenig, der dieses Jahr seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte. Wir setzen uns spielerisch mit dem Konzept des Lebenslaufs auseinander und überlegen gemeinsam, welche großen und kleinen Stationen im Leben wichtig sind, welche wir schon erlebt haben und welche man noch erleben möchte.
In unserem Kreativ-Atelier darf jeder seine eigenen Lebensstationen in einer Collage künstlerisch darstellen, mit eigenen Erfahrungen und Wünschen für die Zukunft. So erstellt jeder sein ganz persönliches „Spiel des Lebens“.Treffpunkt: KOENIGmuseum, Am Prantlgarten 1, 84028 Landshut
Eingangsfoyer des KOENIGmuseums an der KassePreis: 4 € pro Kind (Mitglieder des Jugendclubs des Freundeskreises Stadtmuseum Landshut e.V. bei Vorlage des Mitgliedsausweise frei)
Mitzubringen: Getränk für die Dauer des Workshops
Um Anmeldung wird gebeten bis 2 Werktage vor der Veranstaltung per E-Mail an koenigmuseum-info(at)landshut.de
Weitere Infos unter Telefon 08 71 / 8 90 21
Ort: KASiMiRmuseum
für Kinder ab 6 Jahren
In diesem Workshop malen wir ein lustiges Bild von uns selbst. Male dich selbst in einen Schuhschachteldeckel, mit oder ohne Hut und Regenschirm und Ohrringen und Sonnenbrille, wie es Dir gefällt.
Dauer: 1,5 Std., kostenfrei
WICHTIG: Anmeldung erforderlich bis zum 16.10. per Mail an museen(at)landshut.de oder unter Telefon 0871/9223890
UND: Bitte kleinen Taschenspiegel oder Badspiegel mitbringen!
Der Workshop findet im Rahmen des Programms „Kulturlabs“ statt, gefördert von „Kultur macht stark“.
Mit Ute Haas
Ort: KASiMiRmuseum

Themenführung ab der Heiliggeistkirche
Bauliche Spuren jüdischer Geschichte in der Landshuter Innenstadt mit Thomas Stangier M.A. und Architekt Josef Wiesmüller
Dauer: ca. 2 Std. | kostenfrei
Anmeldung erbeten bis 17.10.2024 an museen(at)landshut.de oder tel. 0871 9223890
Die Tour führt von der Heiliggeistkirche zum ehem. Landshuter Gefängnis in der Inneren Münchner Straße. Gezeigt werden Landshuter Häuser, welche einst von Landshuterinnen und Landshuter bewohnt waren, die von den Nationalsozialisten als Juden enteignet, verfolgt und ermordet wurden. Die neuen Eigentümer haben die Häuser im Anschluss bewusst baulich verändert. Auch führt die Tour zu weiteren baulichen Relikten aus der Zeit jüdischen Lebens in Landshut: in der Altstadt, am Nahensteig und am Dreifaltigkeitsplatz.
Foto: Oliver HaßlerOrt: LANDSHUTmuseum
Führung durch die Ausstellung »Landshut im Nationalsozialismus« mit Dr. Mario Tamme u. Daniel Studener
Die Veranstaltung kostet 4 € pro Person (Mitglieder des Freundeskreises Stadtmuseum Landshut e.V. bei Vorlage des Mitgliedsausweises frei). Anmeldung erbeten bis 17.10.2024 an museen(at)landshut.de oder tel. 0871 9223890

Öffentliche Führung zur Ausstellung »Lebensstationen« anlässlich 100 Jahre Fritz Koenig
mit Ute Fischer Gardner
So, 20.10.24, 15:00 - 16:00 Uhr
Die erste biografische Ausstellung zum Leben und zu den Hauptwerken des Künstlers seit Gründung des KOENIGmuseum 1998 widmet sich dem Gesamtschaffen von Fritz Koenig (1924-2017).
Dauer: ca. 1 Stunde
Ort: KOENIGmuseum, Am Prantlgarten 1, 84028 Landshut
Kosten: 4 Euro p.P. (Mitglieder des Freundeskreises Stadtmuseum Landshut gegen Vorlage des Mitgliedsausweises frei)
Um Anmeldung wird gebeten bis 2 Werktage vor der Veranstaltung per E-Mail an koenigmuseum-info(at)landshut.de
Weitere Infos unter Telefon 08 71 / 8 90 21Kurzfristige Teilnahme bei telefonischer Anfrage möglich.

Ort: Staatsarchiv
Vortrag im Staatsarchiv von Bettina Haas
Dauer: ca. 1,5 Std. | kostenfrei

Ort: Rieblwirt
Lesung aus dem Buch »Rosalie« mit dem Autor,
Podcaster, Übersetzer und Musiker Berni Mayer
Dauer: ca. 2 Std.kostenfrei - um Spenden wird gebeten
Berni Mayer erzählt in „Rosalie“ von einer heimlichen Liebe, die immer mehr zur Verschwörung wird gegen die autoritäre Welt der Eltern und der Kirche. Und er erzählt, wie ein Leichenfund in einem heruntergekommenen Wasserschloss alles verändert. Denn die Geschichte, die hinter diesem Toten steckt, führt tief hinein in die Vergangenheit und offenbart die Verstrickung der alteingesessenen Bewohner aus einem niederbayerischen Dorf in ein sorgfältig verdrängtes NS-Verbrechen. Am Ende müssen Konstantin und Rosalie sich entscheiden: für jeweils eine Seite und für oder gegen das Schweigen.

für Kinder ab 8 Jahren
Ort: KASiMiRmuseum
mit Eva Nemetz
Der Workshop findet in der neuen Ausstellung „Seitenweise Leben“ zu Marlene Reidels schönsten Kinderbüchern statt. Wir schnitzen und bemalen witzige Wichtel.
für Kinder ab 8 Jahren
max. 10 Teilnehmer
Sonstiges: bitte Getränk mitbringen
Preis: 4 € pro Person
Der Zugang zum Workshop ist barrierefrei. Der Workshop ist inklusiv und eignet sich auch für Personen mit geringen Deutschkenntnissen.
Anmeldung über Ferienprogramm
Ort: KASiMiRmuseum

Ort: Salzstadel
Vortrag von Prof. em. Dr. Lorenz Peiffer, Universität Hannover
Dauer: ca. 2 Std.kostenfrei
Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 begannen deutsche Vereine mit dem Ausschluss ihrer jüdischen Mitglieder. Der emeritierte Sporthistoriker Lorenz Peiffer erklärt in seinem Vortrag, wie die deutsche Turn- und Sportbewegung den Weg bereitete für die weitergehende systematische Verdrängung jüdischer Menschen aus der deutschen Gesellschaft. Für Landshut sind seine Erkenntnisse bereichernd, da auch für hiesige Vereine wie die Turngemeinde Landshut mit dem damaligen Oberturnwart Karl Herzer ähnlich diskriminierende Vorgänge während der NS-Zeit belegt sind. Diese wird Konrad Haberberger in einem Kurzvortrag im Anschluss schildern.